07.02. 2012 - Zivilschutzangelegenheiten

„ Black-out“ – ein reales Scenario!

Eine Sturmfront zog in der letzten Nacht von Westen kommend über Österreich und erreichte seine Spitze in Großraum Wien. Für die nächsten Stunden wird eine neuerliche Sturmfront unsere Landesteile erreichen. Neben Elementarschäden ist mit längeren Stromausfällen, einem sog. „Black-out“ zu rechnen.

So oder ähnlich könnte eine Meldung, die uns über die Medien erreicht, lauten!
Wären Sie darauf vorbereitet?


Die Annahme ist mehr als realistisch, gab es doch in den letzten 3 Monaten zumindest 3 großräumige Stromausfälle in Europa (Dezember - Norwegen, Jänner - Italien und Anfang Februar in Frankreich). Ganz zu schweigen von der USA wo 2003, 50 Millionen Menschen mehrere Tage ohne Strom waren und der Notstand ausgerufen wurde. Die Nationalgarde musste öffentliche Gebäude, Banken, Pharma-Betriebe und Supermärkte mir Waffengewalt, vor Übergriffen schützen!
Nach Studien des Österr. Bundesheeres würde ein rd. 24 stündiger Stromausfall folgendes bewirken:
• Ausfall von Systemen, die elektrische Leistungen direkt umsetzen, wie z. B. öffentliche Beleuchtung und die Versorgung privater Haushalte, was die Unfallgefahr und die Kriminalität schlagartig begünstigen würde!
• Ausfall von Aufzügen, Elektr. Verkehrsmittel (S-Bahn, Bim, U-Bahn….), Ausfall von Ampeln und Verkehrsleitsystemen…….
• Ausfall der Wasserversorgung, aber auch teilweise der Entsorgung
• Ausfall von Heizungen, Heizungssteuerung und  Heizungskreisläufen, Tankstellen,
• Ausfall von Computernetzen, Bankomaten, Kassensysteme in Einkaufsmärkten, Telefon und etwas später auch von  Funk und  Alarmsysteme

Daraus ergibt sich die logische Erkenntnis, dass lebenswichtige Bereiche nicht mehr funktionieren bzw. zusammenbrechen, wie z.B.:
•    Versorgung mit Trinkwasser
•    Versorgung mit Lebensmittel                                                                                                                                  
•    Aufbereitung  von Speisen
•    Ausfall der Telekommunikation und der persönlichen Mobilität
•    Verlust des Vertrauens in den Staat und die lokale Verwaltung

Die erwähnte Studie hält fest, dass bei einem Stromausfall von NUR 24 Stunden(!) der Staat und die Gesellschaft  nicht mehr konfliktfrei funktionieren würde!

Die Schlussfolgerung und die damit verbundene Umsetzung die sich daraus ergibt ist für mich klar:

•    Exakte und durchdachte Alarmpläne auf Gemeindeebene
•    Funktionierende Örtliche Einsatzleitung (ÖEL)
•    Plan für die Umsetzung von Notmaßnahmen ( Bevölkerung, Hilfs,- Blaulicht-Organisationen…..)
•    Nachdrückliche Motivation aller Bewohner unseres Ortes, die Eigenvorsorge und die Vorratshaltung im eigenen Haushalt für sich und die ganze Familie und vielleicht auch für den ev. hilfsbedürftigen Nachbarn , sicherzustellen.
Dabei nicht auf die Versorgung der Haustiere vergessen.

Auf den Internet-Seiten des N.Ö.-Zivilschutzverbandes: www.noezsv.at  finden Sie alles über den „ Krisenfesten Haushalt“. Natürlich können Sie mich auch persönlich ansprechen oder telef. kontaktieren: Handy: 0676-330-69-78

Der heutige Artikel sollte mit Sicherheit keine Angst erzeugen, sonder auf eine „lauernde Gefahr“ hinweisen, die es gilt bewusst zu machen. Gefahren die man kennt und auf die man Vorbereitet ist verlieren so ihre geballte Wirkung und schaffen die Möglichkeit sie gut zu bewältigen.

Wie angekündigt wird demnächst das Gremium des  sog. „K-Kreises-Kaltenleutgeben, welches die Aufgabe hat, den Katastrophen-Schutzplan unserer Marktgemeinde zu überarbeiten, seine Arbeit aufnehmen. Die Arbeiten sollten bis zum Früh-Herbst abgeschlossen sein und bilden die Grundlage zur Umsetzung weiterer Maßnahmen für eventuelle „Großschadens-ereignisse“, wie z. B. auch für einen „ Black-out“! 
Mit der abschließenden Bitte die Eigenverantwortung ernst zunehmen, verbleibe ich bis zum nächsten mal mit herzlichen Grüßen.                                                                                                          


HLM Hans Wallner e.h.
Zivilschutzbeauftragter / Ortsleiter der MG-K


Nicht vergessen – Zivilschutz ist nie zu viel Schutz!
 

Zuletzt geändert am: 07.02.2012 um 16:18

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