11.05.2017 - Zivilschutzangelegenheiten
11.05.2017
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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Der Frühsommer ist da und Viele freuen sich schon auf den Sommerurlaub.  Die Ereignisse im letzten Aprildrittel machen es notwendig ein wenig Rückschau zu halten.

Vorweg das Wichtigste, beim  „Schneechaos“ durch fallende Bäume und Äste auf Autos, Objekte und Straßen gab es keine ernsthaft verletzten Personen und auch der Sachschaden hielt sich in Grenzen.

Trotzdem gab es Mängel, die nicht unerwähnt bleiben sollen und die auch die Verantwortlichen unserer Gemeinde beschäftigen um für die Zukunft Verbesserungen zu erreichen.

Aus meiner Sicht, das größte Problem war die Kommunikation zwischen den Einsatzleitern aus verschiedenen Organisationen mit den Betroffenen vor Ort. Dies vor allem auf der Kaltenleutgebener Straße im Bereich Kloster St. Christiana und weiter zurück nach Rodaun, sowie im Bereich Wienergraben. Da es sich um eine nicht alltägliche Situation handelte waren die ersten Kräfte der Polizei und der Wiener Berufsfeuerwehr von den Gegebenheiten überrascht. Die Gefahrensituation steigert sich förmlich von Minute zu Minute und nach Abschätzen der Gegebenheiten wurde die Talsperre (Straße, Bahntrasse und Radweg) als eine absolute Notwendigkeit angeordnet, da Gefahr für Leib und Leben bestand und ständig stieg. Auch musste auf Grund der anhaltenden starken Schneefälle und der schlechten Sicht bei immer wieder umstürzenden Bäumen die Nachtarbeit der Berufsfeuerwehr Wien und der Freiwilligen Feuerwehr Kaltenleutgeben am späten Abend eingestellt werden. Details zu den Einsätzen unserer Wehr finden sie auf der Homepage bzw. im Facebook der Feuerwehr.

Nicht nur die Kommunikation vor Ort war ein Problem, auch sonst war die Unsicherheit unter den „Gestrandeten“ und deren Angehörigen sehr groß und Fragen „Wann geht  die Straße auf?“, „Wie komme ich nach Hause?“, „Wie komme ich morgen zur Arbeit?“, „Wie komme ich wieder zu meinem Auto?“, „Wo kann ich heute schlafen?“, stellten sich für Viele. Privatinitiativen im Facebook versuchten  engagiert zu helfen, aber auch hier fehlten natürlich großteils relevante Hintergrundinformationen.

Wir haben daraus eine Lehre gezogen!

Zukünftig wird  bei einem Großschadensereigniss (wie das Schneechaos) der Infopoint in den Räumen der Bücherei im Sicherheitszentrum sehr rasch besetzt werden.

Zusätzlich als  eine weitere Konsequenz  aus dem Erlebten werden alle wichtigen und notwendigen Informationen gebündelt auf der Homepage der Gemeinde Kaltenleutgeben, zeitnahe veröffentlich.

Homepage: www.kaltenleutgeben.gv.at

Titel: „Der Zivilschutz informiert“

Auf  der Homepage der Gemeinde werden dann auch alle Informationen von Facebook-Seiten und Homepages wie die der Freiwilligen Feuerwehr und anderer Facebook- Administratoren /Nutzer aus Kaltenleutgeben zusammen laufen. Damit wird gewährleistet sein, dass man zukünftig im „Ernstfalle“ nur eine Seite anklicken muss um alle notwendigen Informationen zu erhalten.

In „Friedenszeiten“ finden sich die Infos des Zivilschutzes wie bisher auf der Homepage  der Freiwilligen Feuerwehr und mit Links können weitere Zivilschutzseiten geöffnet werden. Ich denke, die aufgezeigten Maßnahmen zeigen, dass wir rasch reagiert haben und lernfähig sind!

Die Digitalen Medien sind wichtig und aus dem Alltag nicht mehr weg zu denken, trotzdem sind der Mensch, seine Fähigkeiten und sein persönlicher Einsatz immer noch das Wichtigste. Auch das Internet kann rasch an seine Grenzen stoßen, denken wir dabei an einen Senderausfall, eine Netzüberlastung oder an einen längeren Stromausfall.

Daher sind wir bestrebt das Team Zivilschutz Infopoint – Katastrophen - Leuchtturm Kaltenleutgeben,  das derzeit aus neun Personen besteht, aufzustocken. Ich hoffe, dass sich auf Grund der jüngsten Ereignisse weitere  Personen finden die gerne mitmachen möchten.

Interessierte Personen bitte melden:

Marktgemeinde Kaltenleutgeben, Amtsleiter Peter Fuchs, Telef.: 02238-71-213

Hans Wallner, Zivilschutzbeauftragter, Telef.: 0676-330-68-78

Ich freue mich auf baldige Gespräche mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern unserer Markgemeinde!

Abschließend wünsche ich allen Leserinnen und Lesern einen schönen erholsamen Sommerurlaub und allen Kids gute Noten und schöne Ferien.

                                          

Hans Wallner e.h.   

Zivilschutzbeauftragter   

                               

Nicht vergessen – Zivilschutz ist nie zu viel Schutz!

 

Zuletzt geändert am: 11.05.2017 um 17:47

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